Schriftenreihe der Bundesarbeitsgemeinschaft

Seit 2006 gibt die Bundesarbeitsgemeinschaft eine eigene Schriftenreihe heraus. Ziel ist es, den Diskurs über aktuelle und dauerhafte Fragen, Probleme und Ergebnisse Schulpraktischer Studien in der Schriftenreihe zu führen.

Band 11:

Rainer Bolle (Hg.) Bild

Schulpraktische Studien 2016
Professionalisierung
des Lehrerberufs

Empirische Befunde und
kritisch-konstruktive Kommentare

Ist Professionalisierung der Lehrerschaft ein geschmeidiges und anschmiegsames Etikett, das man auf alles 'kleben' darf, das diesem Anspruch genügen sollte, um dann das, was sich unter dem Etikett verbirgt, als Professionalisierung zu beschreiben?

Wird also die Aufgabe der Professionalisierung aus der Erfahrung (Empirie) abgeleitet oder leitet sich die Professionalisierung von ihrer Aufgabe, von ihrem Zweck her? Müsste man also die Praxis befragen, um zu ermitteln, was Professionalisierung realistischerweise ist oder müsste man die Praxis daraufhin kritisch überpüfen, ob sie dem Zweck der Professionalisierung gerecht wird und ggf. was sie daran hindert, dem Zweck zu entsprechen?

In diesem Spannungsverhältnis stehen auch die Beiträge des diesjährigen Bandes der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulpraktische Studien (BaSS). Der Band zeigt dabei Ansätze der Überwindung des Dualismus von Empirie und Kritik, indem empirische Befunde kritisch eingeordnet werden und Kritik erfahrungsbezogen nach konstruktiven Lösungen sucht.

Lieselotte Denner verfolgt in bildungsbiographischer Perspektive über die Frage nach der Einheit von Person, Theorie und Praxis die Möglichkeiten und Grenzen, Interessen und Lücken bisheriger Empirie zu Schulpraktischen Studien.

Jutta Kriesche stellt mit SeLF (Selbsterkundung zum Lehrerberuf mit Filmimpulsen) ein EDV-gestütztes kasuistisches Selbstevaluationsprojekt vor, dessen Nutzung sie am Ende selbst noch einmal evaluiert und kritisch kommentiert.

Schließlich setzt Rainer Bolle in Anlehnung an einen Workshop sein überarbeitetes Impulsreferat zu dem oft unterschätzten Begriff "Theoriegeleitete Reflexion" fort und unterzieht anschließend die in Bd. 10 veröffentlichten Standards für Schulpraktische Studien in kritisch-konstruktiver Absicht einer bildungstheoretischen Revision.

Leipziger Universitätsverlag, ISBN 978-3-96023-036-6

Band 10:

Rainer Bolle (Hg.) Bild

Schulpraktische Studien 2015
zwischen
Standards, Alltag und Zukunftsvisionen

Der Titel des diesjährigen Jubiläumsbandes der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulpraktische Studien (BaSS) - zwischen Standards, Alltag und Zukunftsvisionen - verweist auf ein breites Spektrum an Beiträgen.

Erstmalig ist es gelungen, länder- und lehramtsübergreifende Standards für Schulpraktische Studien zu formulieren. Die BaSS selbst hat sie seinerzeit in Auftrag gegeben und genießt nun das Privileg, sie in diesem Band veröffentlichen zu dürfen.

Neben dieser institutionellen Zielvorgabe Schulpraktischer Studien konzentrieren sich die meisten der übrigen Beiträge eher auf die individuelle Seite der Akademisierung und Professionalisierung und unterstreichen dabei die Notwendigkeit einer pädagogischen bzw. bildungstheoretischen Perspektive (vgl. C. Korn, Lehren will gelernt sein...; T. Leonard & R. Bolle, Wenn Studierende reflektieren sollen...; R. Bolle, Portfolio-Betreuung).

Flankierend hierzu verweist E. Boxhofer in einer empirischen Studie auf in der Persönlichkeit der Studierenden fundierte unterschiedliche Umgangsweisen mit Anforderungen und Belastungen der Schulpraktischen Studien im Lehramtsstudium (in Österreich).

Die Luxemburger Kollegen um Christian Lamy, Marc Bodson und Co. stellen die Schulpraktischen Studien im Rahmen der einphasigen Luxemburger Lehrerbildung vor.

Schließlich entwirft Jens Winkel im Anschluss an seine Mitarbeit in der Standard-Kommission die Vision einer länderübergreifenden, in sich kohärenten, vereinheitlichten Lehrerbildung.

Leipziger Universitätsverlag, ISBN 978-3-86583-982-4

Band 9:

Rainer Bolle (Hg.) Bild

Eignung für den Lehrerberuf?


Die Frage nach der Eignung für den Lehrerberuf ist jahrzehntelang - hauptsächlich bedingt durch die institutionelle Trennung von erster und zweiter Phase der Lehrer-
bildung - nie eine zentrale Frage der ersten Phase gewesen. Das Forschungsparadigma hat inzwischen gewechselt. Zudem zeigen die neuen output-orientierten empirischen Einzelforschungen in der Zusammenschau, dass sich die negativen Rückwirkungen und Begleiterscheinungen jener Tradition des Ausblendens nicht einfach auf ein möglicherweise "böses Erwachen" in der zweiten Phase reduzieren und damit individualisieren lassen. Wer nämlich nicht nur ein akademisches Studium, sondern hiervon ausgehend auch eine akademische Lehrerbildung will, der muss auch darauf achten, dass nicht nur die institutionellen und materialen, sondern auch die personellen und personalen Ressourcen bei allen Betroffenen dem vorgesehenen Zweck entsprechen und ihm zuarbeiten.

Die Beiträge in diesem Band zeigen in einer empirischen Überprüfung des Spannungsverhältnisses von Anspruch und Wirklichkeit, dass die Rahmenbedingungen nicht optimal sind und die vorhandenen Möglichkeiten kaum genutzt werden, dass es aber auf der anderen Seite auch bislang in der Regel übersehbare Chancen gibt.

Unter dem Strich zeigen die Beiträge jedoch, dass eine akademische Lehrerbildung nicht vom Begriff, nicht von der universitären Diskussion und vom institutionell erhobenen Anspruch, wohl aber von der Sache her etwas völlig Neues ist. Dies zu erkennen und sich einzugestehen, könnte schon ein erster Schritt sein zu einem veränderten Umgang mit dem Problem, ein erster Schritt zu einer Veränderung überhaupt ...

Leipziger Universitätsverlag, ISBN 978-3-86583-869-8

Band 8:

Rainer Bolle (Hg.) Bild

Schulpraktische Studien 2013
Professionalisierung im Lehramtsstudium

Der Band 2013 der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulpraktische Studien widmet sich der Verantwortung der Ersten Phase der Lehrerbildung für die Professionalisierung, fokussiert auf Schulpraktische Kompetenzentwicklung und theoriegeleitete Reflexion. Dabei stehen, entsprechend der Diskussion innerhalb der Bundesarbeitsgemeinschaft, Langzeitpraktika zunächst im Vordergrund.

Sind Langzeitpraktika grundsätzlich förderlicher als Tagespraktika oder kurze Blockpraktika? Oder bedarf es hierzu besonderer, institutionell zu schaffender Rahmenbedingungen? Clemens Schlegel evaluiert das seit 2006 eingeführte einjährige „Intensivpraktikum“ an der LMU München.

Fremdsprachenpraktika im muttersprachlichen Ausland haben auch als Langzeitpraktika eine vergleichbar lange Tradition. Aber auch hier macht die Konzeption den Unterschied. Bärbel Diehr, Fachdidaktikerin an der Bergischen Universität Wuppertal stellt ein intensiv betreutes Praktikum in England und Wales vor.

Liselotte Denner und Daniela Gesenhues analysieren anhand eines Fallbeispiels den Grad an schulpraktischer Kompetenzentwicklung von Studierenden hinsichtlich theoriegeleiteter Reflexion.

Wie Studierende die Qualität von Lernprozessen im Praktikum beurteilen und welche Situationen sie als besonders lehrreich empfinden untersuchen Liselotte Denner und Kim Hoffmann in einem weiteren Beitrag.

Rainer Bolle schließt einen Beitrag an über den Stellenwert einer theoriegeleiteten Reflexion zur Akademisierung und Professionalisierung in der Lehrerbildung und zur Bedeutung pädagogischer Theorie für die Unterstützung eigener und fremder Bildungsprozesse.

Zum Schluss widmet sich Rainer Bodensohn den Effekten und Nebeneffekten der Lehrerbildungsreform in Rheinland-Pfalz im Zeichen von Bologna.

Leipziger Universitätsverlag 2013, ISBN 978-3-86583-782-0

Band 7:

Rainer Bolle (Hg.) Bild

Schulpraktische Studien 2012

Der vorliegende BaSS-Band "Schulpraktische Studien 2012" geht von unterschiedlichen Themenstellungen her auf das Kernstück akademischer Lehrerbildung ein: die Verknüpfung von Theorie und Praxis. Es wird dabei deutlich, dass an dieser Stelle in den nächsten Jahren - und das scheinbar in allen Bundesländern - noch ein erheblicher Optimierungs-bedarf besteht. Es wird sichtbar, an welchen Stellen die größten Hindernisse und wichtigsten Widerstandspotentiale liegen und welche Möglichkeiten es gibt, dem Optimierungsbedarf zu entsprechen.

Der erste Beitrag von Barbara Meyer gilt einer Untersuchung von Studierenden hinsichtlich ihrer subjektiven Selbstverortung im Praktikum. Es geht darum festzustellen, welche Aspekte im Gesichtskreis der Studierenden handlungsleitend eine Rolle spielen und welchen Stellenwert der Einfluss universitärer Seminare in diesem Spektrum hat.

Diesem hauptsächlich qualitativen Forschungsdesign folgt die Zusammenfassung einer quantitativen Untersuchung von Rainer Bodensohn und Christoph Schneider, welche Konvergenzen in der Beurteilung von Unterricht aus der Sicht von Schülern, Praktikanten, Mentoren und Fachleuten sucht.

Der zweite Artikel von Rainer Bodensohn, Ines Weresch-Deperrois und Bartosz Kajdas gibt einen Zwischenbericht des Projekts zur Kompetenz- und Standardorientierung KOSTA am Campus Landau. Praktikanten schätzten quantitativ die Häufigkeit, die universitäre Vorbereitung und die Relevanz der curricularen KMK-Standards für ihren Unterricht in den zu-rückliegenden Orientierungspraktika ein.

Der vierte Beitrag von Rainer Bolle zeigt augenblicklich bestehende institutionelle und personale Grenzbereiche und Widerstandpotentiale akademischer Lehrerbildung auf und bietet mit einem bildungstheoretisch konzipierten Reflexionsportfolio einen konstruktiven Vorschlag, der das Dilemma unzureichender Theorie-Praxis-Verknüpfung zumindest auf personaler Ebene weitgehend kompensieren könnte.

Leipziger Universitätsverlag 2012, ISBN 978-3-86583-690-8

Band 6:

Franz Hauzenberger, ManfBildred Rotermund (Hg.)

Schulpraxisstudien in Europa

Ein zentrales Motiv für die Umstellung der deutschen Studiengänge auf ein Bachelor-Master-System ist die Vereinheitlichung der europäischen Studiengänge. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schulpraktische Studien befasste sich deshalb auf ihrer Tagung 2010 in Passau mit der Lehrerbildung in Österreich, Tschechien und Ungarn. Der Vergleich dieser Länder untereinander und mit Deutschland zeigt, dass nur von einer formalen Vereinheitlichung gesprochen werden kann. Die Abschlüsse heißen nun Bachelor und Master, inhaltlich sind die Bildungsgänge und die Schulpraktika höchst unterschiedlich.

Neben den Vorträgen der Passauer Tagung (Huber, Rýdl, Wünsch) enthält dieser Band Aufsätze, die sich mit Reformprojekten zu den Schulpraxisstudien in Deutschland beschäftigen: Sigel beschreibt die guten Erfahrungen der LMU München mit der Zusammenlegung mehrerer Kurzzeitpraktika zu einem Langzeitpraktikum; Buschmann/Walke (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) berichten über die Möglichkeiten schulischer Auslandspraktika zum Aufbau interkultureller Kompetenz und Freitag (Universität Osnabrück) lotet die Chancen aus, die entstehen, wenn Studierende in schulische Entwicklungsprozesse integriert werden.

Bolle (PH Karlsruhe) weist darauf hin, dass Lehrerbildung als Bildung und nicht verkürzt als Ausbildung verstanden werden muss, wenn die Studierenden befähigt werden sollen, Wissenselemente miteinander zu verknüpfen, zu reflektieren und für ihre Praxis nutzbar zu machen. Nölle (Leuphana Universität Lüneburg) erläutert Überlegungen zur Entwicklung eines realistischen Lehrerbildungscurriculums und betont die Notwendigkeit, Theorien auszuwählen, die einen sinnvollen Berufsfeldbezug haben, im universitären Zeitrahmen vermittelbar sind und einen Bezug zu Schulpraxisstudien erlauben. (Dieser Bezug ist ihrer Ansicht nach wesentlich, um die Nachhaltigkeit des Lernens zu erhöhen.)

Geigle stellt die Ergebnisse einer Evaluationsstudie zur Arbeit mit Portfolios vor, beschreibt die Probleme der Studierenden mit dieser Arbeitstechnik und nennt Bedingungen für den erfolgreichen Einsatz der Portfoliotechnik.

Schneider/Bodensohn gehen der Frage nach, ob sich die "neuen" Studierenden in Bachelor-Master-Lehramtsstudiengängen von ihren Vorgängern in den "alten" Lehramtsstudiengängen unterscheiden. Sie greifen dabei auf die Ergebnisse der Vollerhebungen bei den Studienanfängern zurück, die an der Universität Koblenz-Landau seit 2005 durchgeführt werden. Untersucht werden soziodemographische Merkmale, Motive zur Aufnahme eines Lehramtsstudiums, selbstzugeschriebene Stärken und verschiedene Kompetenzbereiche.

Leipziger Universitätsverlag 2011, ISBN 978-3-86583-568-0


Band 5:

Anne-Katrin Krüger, Yoshiro Nakamura, Manfred Rotermund (Hg.) Bild

Schulentwicklung und Schulpraktische Studien - Wie können Schulen und Lehrerbildung voneinander profitieren?

Schulen stehen vor neuen Aufgaben, auf die Lehrerinnen und Lehrer bislang nicht vorbereitet wurden. Oft fehlt schlicht die Zeit für deren Bewältigung. B. Wischer, M. Fiegert, I. Kunze und E. Ossowski zeigen, dass Studierende hier helfen können, um Kooperationsprojekte durch die Universität anzubahnen und Studierende durch die Ausbildung für solche Vorhaben zu qualifizieren. Dies erfordert außer überzeugenden Konzepten einen entsprechend hohen Ressourceneinsatz, um die Studierenden während des Praktikums betreuen zu können. Trotz des notwendigen Aufwandes scheint sich der Einsatz positiv auf die Zufriedenheit der Studierenden mit dem Praktikum und gleichzeitig auf den Lernertrag für die Hochschule auszuwirken.

Unter den Bedingungen der gegenwärtigen Studienreform, die die Ausrichtung der akademischen (Berufsaus-) Bildung auf Kompetenzvermittlung zu einem zentralen Ziel erklärt hat, rückt die Frage der Kompetenzentwicklung durch die Schulpraxisstudien stärker in den Mittelpunkt. Zahlreiche Evaluationsstudien weisen auch in diesem Band wieder auf Stärken und Schwächen der Schulpraktischen Studien hin (D. Elsner/L. Denner/S. Hoppe-Graf u.a., W. Fichten/J. Winkel, D. Krause-Hottop/J. Willard/M. Dibbern) und leiten aus den Ergebnissen strukturelle und didaktische Konsequenzen für die Gestaltung der Praktika und der Lehrerbildung ab.

Einen neuen Weg in der Lehrerbildung hat Nordrhein-Westfalen eingeschlagen. Kern der Reform ist eine gleich lange Ausbildungsdauer für alle Lehrämter und die Einführung eines Praxissemesters.
M. Rotermund stellt die nordrhein-westfälische Reform vor und versucht Chancen und Probleme herauszuarbeiten.

Leipziger Universitätsverlag 2010, ISBN 978-3-86583-473-7

Band 4:

Rainer Bolle, Manfred Rotermund (Hg.)Bild

Schulpraktische Studien in gestuften Studiengängen

Seit etwa 10 Jahren werden die traditionellen Studienabschlüsse durch die neuen Bachelor- und Master-Abschlüsse ersetzt. Motor dieser "Reform" waren nicht etwa die Universitäten, sondern insbesondere die Politik. Überraschend war deshalb der geringe Widerstand der Universitäten gegen diese "Reform". Langsam mehren sich allerdings die kritischen Stimmen. Dieser Band beschäftigt sich deshalb im ersten Teil mit den Gefahren des Austauschs universitärer Bildung durch eine modularisierte, arbeitsmarktorientierte Ausbildung, die sich zu stark an der Vergabe von Leistungspunkten orientiert (R. Bolle). Die Gefahr einer solchen Entwicklung wird dann deutlich, wenn hinterfragt wird, wie unter solchen Bedingungen eine kritische Auseinandersetzung mit Theorien als Voraussetzung einer qualitativ hochwertigeren (emanzipatorischen) Praxis möglich sein soll (K. Meyer-Drawe).

Der zweite Teil beschreibt trotz dieser Rahmenbedingungen Möglichkeiten zur gelungenen Gestaltung schulpraktischer Studien. So werden die Gestaltung von Portfolios (L. Denner) und die Unterrichtsbeobachtung (S. Däschler-Seiler) in schulpraktischen Studien geschildert, sowie das Praxisjahr als Alternative zu den traditionellen Formen der Schulpraktika (O. Küster/K. Müller) diskutiert. Neben konzeptionellen Überlegungen finden sich in den Beiträgen zum Teil ermutigende Evaluationsergebnisse.

Den dritten Teil des Bandes bilden zwei Evaluationsstudien: So wird über die Evaluation der Einführung gestufter Studiengänge an der Technischen Hochschule Dortmund berichtet (B. Seipp) und die Relevanz der Oserschen Standards zur Lehrerbildung für Schulpraktika überprüft (R. Bodensohn und C. Schneider). Bodensohn und Schneider beschreiben und diskutieren außerdem, wie (a) Studierende ihre pädagogisch-fachlichen Kompetenzen zu Beginn des Studiums beurteilen und (b) sich die Selbsteinschätzung von Studierenden gegen Ende der universitären Ausbildungsphase aufgrund der Lerneffekte zweier Praktika verändert.

Leipziger Universitätsverlag 2009, ISBN 3-86583-337-2

Band 3:

Manfred Rotermund, Günther Dörr, Rainer Bodensohn (Hg.)Bild

Bologna verändert die Lehrerbildung
Auswirkungen der Hochschulreform

Im Rahmen des Bologna-Prozesses wird auch die Lehrerbildung an gestufte Studiengänge angepasst. Dieser Band beschreibt, wie dies an den Universitäten Hamburg, München (TU), Braunschweig und Mannheim geschieht und welche Erfahrungen mit dieser Umstellung gemacht wurden. Generell betrachtet verdeutlichen alle Beispiele, dass die Integration von Schulpraxisstudien ohne Qualitätsverlust möglich ist. Dies zeigen insbesondere die zahlreichen Evaluationen, von denen in diesem Band berichtet wird. Darunter befinden sich auch zwei Längsschnittuntersuchungen, die die Veränderungen von Berufseinstellungen bzw. Kompetenzen (Sozial-, Methoden und Personale Kompetenzen) in den ersten Studiensemestern untersuchen.
Angesichts der Relevanz einer empirisch gestützten Eignungsberatung für Lehramtsstudierende, auf die in letzter Zeit verstärkt durch verschiedene Autoren hingewiesen wurde, regt dieser Band auch eine Diskussion über Eignungskriterien und Beratungsmöglichkeiten für das
Berufsziel der Lehrerin oder des Lehrers an.

Leipziger Universitätsverlag 2008, ISBN 3-86583-274-0


Band 2:

Doris Flagmeyer, Manfred Rotermund (Hg.)

Mehr Praxis in der Lehrerbildung - aber wie?

In der aktuellen Diskussion um den Stellenwert und die Konzepte zu Schulpraktischen Studien zeichnen sich drei Themenbereiche ab, denen in diesem Band Rechnung getragen wird: der Frage nach der Notwendigkeit von Schulpraktischen Studien, der Verknüpfung der ersten und zweiten Phase sowie der empirischen Untersuchung zur Wirkung Schulpraktischer Studien.
Im ersten Schwerpunkt des vorliegenden Bandes wird deshalb geklärt, welcher Stellenwert den Schulpraktischen Studien in einer reformierten Lehrer(aus)bildung beigemessen werden sollte.
Der zweite Fokus der Publikation beschäftigt sich mit den Beiträgen, die sich mit Möglichkeiten zur Verknüpfung der ersten und zweiten Phase der Lehrerausbildung auseinandersetzen und sucht nach sinnvollen Optionen zur Theorie-Praxis-Reflexion. Zur sinnvollen Weiterentwicklung der Schulpraktischen Studien gehört die Notwendigkeit, Konzepte zur Gestaltung und Auswertung der Praxisphasen zu entwickeln und diese durch Daten aus der empirischen Forschung zu begleiten, um die gewählten Ansätze zu untermauern,
abzuwandeln oder auch zu negieren. Die Frage, wie die Kompetenzentwicklung bei der Ausbildung von
Lehrerinnen und Lehrern empirisch erfasst werden kann und wie Referendarinnen und Referendare das
Studium beurteilen, wird im letzen Teil der Publikation verfolgt.

Leipziger Universitätsverlag 2007, ISBN 3-86583-181-8

Band 1:

Manfred Rotermund (Hg.)

Schulpraktische Studien -
Evaluationsergebnisse und neue Wege der Lehrerbildung

Der vorliegende Sammelband ist der erste Band einer Reihe, in der das Verhältnis von Theorie und Praxis in der Lehrerbildung bearbeitet und diskutiert werden soll. Er befasst sich mit Evaluationsergebnissen zu den Schulpraktischen Studien sowie neuen Gestaltungsformen derselben und soll über Grenzen und Möglichkeiten der "traditionellen" Schulpraktischen Studien aufklären, deren Chancen und Probleme verdeutlichen. Dabei darf Folgendes nicht vergessen werden: Ein großer Teil dieser Probleme ist nicht dem Konzept der Schulpraktischen Studien geschuldet, sondern der stiefmütterlichen Behandlung dieses Studienelements durch die Universitäten. Dies berücksichtigend ist es richtig, von einer Erhöhung des Praxisanteils nicht automatisch eine Verbesserung der Lehrerausbildung zu erwarten. Die Beispiele zur Gestaltung der Schulpraktischen Studien im zweiten Teil dieses Bandes zeigen aber, dass schulische Praxis und wissenschaftliche Lehrerausbildung an der Universität sinnvoll miteinander zu verbinden sind und vielleicht sogar die Kompetenzentwicklung der angehenden Lehrerinnen und Lehrer positiv beeinflusst werden kann. Letzteres gilt es in zukünftigen Evaluationsstudien zu überprüfen.

Leipziger Universitätsverlag 2006, ISBN 3-86583-114-1



Ansprechpartner für Fragen im Kontext der Schriftenreihe ist
Rainer Bolle (bolle(at)ph-karlsruhe.de)